Auf dem Rückweg vom Arco Naturale (Natur-Bogen, siehe Beschreibung) führt eine Treppe in die unter ihm gelegene Talebene und schlieβlich zur Matermania-Grotte, einer groβen natürlichen Höhle, die zur Zeit der Römer in ein luxuriöses Nymphäum umgewandelt worden war.
Heute sind noch wenige Mauerreste erhalten, die ursprünglich mit aus Glaspaste hergestellten Mosaiksteinen verkleidet und mit vielfarbigen Stuckartbeiten, Gehäusen von Meerestieren und Muschelschalen verziert waren, mittlerweile ungebräuchliche Elemente, die ebenfalls in der Grotte dell'Arsenale (Arsenalsgrotte) aufgefunden wurden, welche sich unterhalb der Giardini di Augusto befindet.
In der Morgendämmerung wird das Innere der Grotte von den Strahlen der aufgehenden Sonne beleuchtet. Diese Tatsache hat zahlreiche Gelehrte zu der Überzeugung geführt, daβ dieser Ort, bevor er ein Nymphäum wurde, dem Kult des Gottes Mitra geweiht gewesen sei. Die Römer widmeten ihn der Göttin Kybele, ihrer Mater Magna (Groβe Mutter), woher ihr heutiger Name rührt.
Die Grotte hinter sich lassend, führt ein bequemer Fuβweg, der sich die Steilküste entlangschlängelt, zur Villa Malaparte, die nach einem Plan des Architekten Adalberto Libera auf der Punta Massullo erbaut worden war.
Der Pfad führt schlieβlich bis zum Belvedere di Tragara (Aussichtspunkt von Tragara), von dem aus man über die gleichnamige Straβe in wenigen Minuten das Zentrum erreichen kann (1 Stunde 30 Minuten).