Capris nicht-katholischer Friedhof wurde 1878 mit der Unterstützung von Cerio geschaffen. Er bietet wertvolle Zeugnisse zur Rekonstruktion der Geschichte Capris der vergangenen hundert Jahre, als die Insel ein geschätzter Thermalkurort für ausländische Gäste war.
Auf Initiative des Engländers George Hayward und mit der Unterstützung von Ignazio Cerio, der das Grundstück zu einem symbolischen Preis hergab, entstand auf Capri ein nicht-katholischer Friedhof.
1936 schenkte Edwin Cerio, der Ignazio als "Schutzgott" der Insel ablöste, weitere sechshundert Quadratmeter Land, die es gestatteten, dem immer größer gewordenen Raumbedarf gerecht zu werden.
Nach einer Zeit des Verfalls machte es die Gemeinde Capri 1986 möglich, dass das Areal für immer ein "Monumentalfriedhof" bleiben kann. Sie sorgt für die Erhaltung und die Restauration der vorhandenen Gräber, ohne Änderungen an den "aktuellen Charakteristiken" anzubringen.
Beim Lesen der Grabsteine kann der Besucher viele kleine "Entdeckungen" machen. Wer zum Beispiel vor den Gräbern stehen bleibt, die der Allee links neben dem Eingang gleich nach der Aufbahrungshalle entlang aufgereiht sind, kann sich über einige Daten wundern: "1865-1894", "1859-1881", "1864-1886"...
Zu dieser Zeit strömten Dutzende junger Tuberkulosekranker aus Nordeuropa nach Capri, die sich vom Mittelmeerklima und von der Thalassotherapie Genesung erhofften. Daher gehören auch die Gräber weniger berühmter oder sogar unbekannter Menschen zu den wertvollen Fragmenten der Geschichte Capris.
Auf dem Friedhof sind viele berühmte Persönlichkeiten begraben: Der französische Baron Jacques Fersen, der Schriftsteller Norman Douglas, die englische Sängerin Gracie Fields, Lord Algernon, Thomas Spencer Jerome, Charles Coleman.

Wie man hinkommt
Von Piazza Umberto I über die Via Roma, am Anfang der Straße nach Marina Grande (10 min.)

Cimitero Acattolico
Via Provinciale Marina Grande
80073 - Capri
Tel. +39 0818386111
www.cittadicapri.it.

Besuchszeiten
8.00 bis 19.00 Uhr
Feiertage: 7.00-12.00

Freier Eingang