Wenn Verschwisterungen von Städten und Orten mit dem Austausch von Geschenken und Fahnen zwar schwungvoll beginnen, nach dem Anbringen von Gedenktafeln jedoch wieder versanden, so ist das eher die Regel als die Ausnahme.
Spezieller ist es schon, wenn zwei traditionsreiche, weltberühmte Ferienone wie dies Capri und St. Moritz zweifellos sind gemeinsam ihre guten Namen anderen Branchen für Lizenzprodukte zur Verfügung stellen und zusätzlich von den Vorzügen des Crossmarketings profitieren.

In Mailand wird Hartweizen Pasta zum Kultobjekt

Ursprung dieser Kooperation zwischen zwei sehr bekannten und ähnlich hoch positionierten Ferienzielen, war die von Italo Somarriello, dem ehemaligen Direktor des italienischen Fremdenverkehrsamtes ENIT in der Schweiz und Deutschland, ausgelöste Idee, die «zwei Königinnen zu verkuppeln und unter diesem gemeinsamen Label in den wichtigsten Märkten gemeinsam und effektvoll in Szene zu setzen.
Wenn zur Publikmachung einer solchen Kooperation das Mode und DesignMekka Milano als Bühne dient, wenn 80 Medienleute sich im noblen «Four Seasons» von einem Produkt erzählen lassen, das es fertig konfektioniert noch gar nicht gibt, und wenn der Kulturverantwortliche der lombardischen Metropole Vittorio Sgarbi die Kameraleute und Printjournalisten gleich selbst durch die Vernissage der speziell für diesen Anlass geschaffenen Werke in der Via della Spiga führt, dann wird Hartweizen zum Kultobjekt.

Eine neue Produktelinie für eine Million Euro

Mit einer neuen Etikette allein ist dies indes nicht zu erreichen. Dazu musste rund eine Million Euro investiert werden. Denn zusätzlich zu den heute von Amato Pasta industriell produzierten, rund 160 verschiedenen Artikeln von Teigwaren aller Art über Fertigsaucen bis hin zu Kartoffelgnocchi und Couscous, wurde eine vollständig neue Produktelinie geschaffen, die den höchsten Qualitätsansprüchen entspricht.
Und genau in diesem Segment will sich die Edelpasta «Le Due Regine» positionieren. «Elementare Voraussetzung dafür ist die Verwendung der besten Basisprodukte», lautet das Credo des in vierter Generation das Unternehmen in Salerno leitenden Direktors
Antonio Amato. Für St. Moritz und für Capri ist das Mitmachen von Amato ein absoluter Glücksfall. «Obwohl wir ursprünglich gar nicht im Sinn harten, Lizenzen für Lebensmittel abzugeben», sagt der Präsident des St. Moritzer Markenrates, Hugo Wetzel. Denn Antonio Amato und seine Familie sind sowohl mit Capri wie mit St. Moritz seit vielen Jahren emotional stark verbunden. «Das machen wir aus Liebe zu Capri und St. Moritz.»

Ab Juni kann man die neue Pasta in St. Moritz essen

Entsprechend wird für diese Linie nur unbehandelter Hartweizen bester Sorte verwendet. Dieser ist meist etwas dunkler und geschmacklich etwas gehaltvoller als das für die Standardlinie verwendete Korn. Genauso wichtig sind jedoch die schonenden und aufwendigen Produktionsabläufe, vom Mahlen des Korns in der eigenen Mühle bis hin zum tiefgradigen Trocknen (60°C) der fertigen Teigwaren, um so den überdurchschnittlichen Proteinwert von mindestens 13 Prozent zu sichern.
Während Monaten haben die Lebensmitteltechniker und Berater am Konzept und an der Vorbereitung des innovativen Produkts gearbeitet. Denn mehr denn je isst das Auge mit. So wurden auch neue Bronzeformen für die zwölf speziell kreierten Teigwarenformate geschaffen. Dass darunter auch eine Pasta mit dent Namen «Sole di St. Moritz» ist, liegt auf der Hand. Aber auch die «Lampare dell'Isola di Capri» und die «Le Due Regine fehlen nicht.
Ab Juni wird die Pasta «Le Due Regine» in ausgewählten DelikatessenGeschäften und in Spitzenrestaurants erhältlich sein. Nicht nur in St. Moritz und Capri, und nicht nur für Königinnen und Könige. Sondern speziell auch Sportier werden in den Genuss der Edelpasta kommen. Denn Antonio Amato ist seit Jahren offizieller PastaLieferant der italienischen FussballNationalmannschaft und neuerdings auch von SwissSki.

Gian Andreossi Milano